Bonifatius-Realschule muss bleibenIn einem Schreiben an das Bischöfliche Generalvikariat in Hildesheim hat die CDU-Ratsfraktion in einem dringenden Appell die katholische Kirche gebeten, von einer Schließung der Bonifatiusschule II Abstand zu nehmen.
Folgende Gründe werden von der CDU bei ihrer mit Nachdruck geäußerten Bitte angeführt:
- Der Blick auf die Statistik der Schülerentwicklung in den 21 Göttinger Grundschulen zeige, dass in dieser Schulform in unserer Stadt - im Gegensatz zum Land Niedersachsen - kein Rückgang zu verzeichnen sei.
- Der Rat der Stadt habe im Frühjahr einstimmig beschlossen, dass die Aufnahme-Quote nicht-katholischer Schülerinnen und Schüler (zunächst für die kommenden drei Jahre) an der Boni II auf 50% erhöht werden kann.
- Die Auflösung der Personn-Realschule und die Zusammenlegung mit der Voigt Schule am Standort Weende hinterlasse in der Süd- und Innenstadt ein Vacuum für künftige Realschüler.
Es sei nicht davon auszugehen, dass Eltern ihre 10jährigen Kinder aus Geismar oder den südlich Göttingens gelegenen Orten quer durch die Stadt nach Weende fahren ließen. Hier bestünde für die Bonifatiusschule eine gute und realistische Chance, ihre Schülerzahl zu erhöhen und dauerhaft zu sichern.
- Bereits die Zusammenführung der beiden städtischen Realschulen am Standort
Weende wird diese neue Schule hinsichtlich des Raumangebotes vor große Probleme stellen. Zu den 374 Schülerinnen und Schüler der Personn Schule kämen 487 der Voigt Schule.
Für die zusätzlichen 348 Realschülerinnen und Realschüler der Boni wäre kaum Platz, es sei denn, man ließe zu, dass eine ganze Schülergeneration unter unzumutbaren Bedingungen unterrichtet würde.
- Die pädagogische und erzieherische Arbeit der Bonifatiusschule II genieße in der
Region Göttingen einen herausragenden Ruf. Lehrkräfte und Schülerschaft identifizierten sich mit ihrer Schule, die erzielten Abschlüsse zeugten von einer hohen Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit. Die Gymnasien der Stadt übernähmen gern - wenn nicht sogar bevorzugt- Absolventen aus dem Realschulzweig der Boni,
weil sie für ihren Weg zum Abitur in jeder Hinsicht gut gerüstet seien.
- Die CDU-Fraktion bedauere es vor allem außerordentlich , wenn mit der
Schließung der Bonifatiusschule den Eltern in Göttingen die Möglichkeit genommen würde, ihre Kinder auf eine kirchlich-orientierte Sekundar-Schule zu schicken.
Gerade in einer Zeit, in der (ethische und) christliche Werte vermehrt in Unterricht Eingang finden müssten, wäre dies ein falsches Zeichen.
„Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Göttingen und mit ihr zahlreiche Eltern appellierten daher an die Katholische Kirche, ihr schulisches Angebot aufrecht zu erhalten.
Die CDU-Ratsfraktion sagt zu, dass sie alles in ihrer Macht stehende tun werden, um in unserer Stadt hierfür die erforderlichen Rahmenbedingungen zu schaffen,“ so der schulpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dr. Thomas Häntsch.
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